21
Jun
2021

Home-Office ist kein milderes Mittel bei betriebsbedingter Änderungskündigung

Mit einer kontroversen Entscheidung über eine betriebsbedingte Änderungskündigung sorgte das Arbeitsgericht (ArbG) Berlin im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen. Das Gericht war der Auffassung, die Arbeitgeberin hätte ihrer Arbeitnehmerin vorrangig eine Tätigkeit aus dem Home-Office als milderes Mittel gegenüber einer örtlichen Versetzung anbieten müssen (ArbG Berlin, Urteil vom 10. August 2020, Az. 19 Ca 13189/19). Die angebotene Versetzung von Berlin nach Wuppertal sei nach Ansicht des ArbG Berlin im Vergleich zur Tätigkeit aus dem Home-Office „aus der Zeit gefallen und letztlich willkürlich“. In der Folge erklärte das ArbG Berlin die Änderungskündigung für unwirksam.

Mit dieser Entscheidung schaffte das ArbG Berlin erhebliche Rechtsunsicherheit. Fortan konnten sich Arbeitgeber nämlich nicht mehr sicher sein, ob Arbeitnehmern (etwa im Falle einer Standortverlagerung) statt einer örtlichen Versetzung nunmehr vorrangig eine Tätigkeit aus dem Home-Office angeboten werden müsste. » Lesen Sie mehr

21
Apr
2021

Die Homeoffice-Pflicht wird deutlich verschärft

Bisher waren alle Arbeitgeber im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten verpflichtet, Mitarbeitern anzubieten, im Homeoffice zu arbeiten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Gerade die letzte Formulierung ist ungewöhnlich streng. Keine „zwingenden betriebsbedingten Gründe“ bedeutet, dass es wirklich nur ganz wenige Ausnahmen von dieser Verpflichtung geben kann.

An dieser Verpflichtung der Arbeitgeber ändert sich nichts. Neu ist aber, dass zukünftig Arbeitnehmer verpflichtet sein werden, das Homeoffice-Angebot anzunehmen, „soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen“. Natürlich ist hier an wichtige Gründe gedacht, etwa mögliche Störungen durch Dritte oder fehlende adäquate Arbeitsbedingungen am eigenen Wohnort.

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2
Dez
2020

Mobile Arbeit Gesetz – Neuer Gesetzentwurf zum Homeoffice liegt vor

Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass mobile Arbeit durch Schaffung eines rechtlichen Rahmens gefördert und erleichtert werden soll. Nachdem Anfang Oktober ein erster Entwurf für eine gesetzliche Regelung eingezogen wurde, ging der Entwurf für das „Mobile Arbeit Gesetz“ am 30. November 2020 in die Abstimmung innerhalb der Regierung. » Lesen Sie mehr

20
Mai
2020

COVID-19 und sensible Daten: 5 Tipps zum Schutz Ihrer Geschäftsgeheimnisse in der EU

Je mehr Mitarbeiter im Home Office arbeiten und je mehr vertrauliche  Geschäftsinformationen und Daten von außerhalb des Unternehmens abgerufen werden, desto größer ist das Risiko unbefugter Zugriffe auf das Unternehmensnetzwerk und einer unerwünschten Preisgabe von Daten. Die Bedrohungen sind vielfältig: geringere Achtsamkeit bei der Arbeit zu Hause (Nachlässigkeit ist häufig das größte Sicherheitsrisiko),Mitarbeiter, die in der Krise bewusst die Gelegenheit zur Entwendung von Geschäftsgeheimnissen nutzen, und gezielte Angriffe von außen. » Lesen Sie mehr

11
Mai
2020

Arbeitsrecht: Home-Office wegen Corona – Wer trägt die Kosten?

Im Zuge der Corona-Pandemie haben zahlreiche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter an den heimischen Schreibtisch geschickt. Nachdem dieser Zustand nun schon länger andauert, stellt sich die Frage, wer für die etwaigen Zusatzkosten, zum Beispiel den erhöhten Stromverbrauch und zusätzliche Arbeitsmittel, aufkommt. » Lesen Sie mehr