4
Feb
2019

OLG Düsseldorf: Keine Erschöpfungseinrede bei Verstoß gegen Vertriebsvorgaben

Das OLG Düsseldorf hat mit Urteil vom 6. März 2018 (I-20 113/15) einer Supermarktkette den Vertrieb von Luxuskosmetik in ihren Filialen und ihrem Onlineshop untersagt – es drohe eine Rufschädigung, da Luxus und Exklusivität nicht erkennbar seien.

» Lesen Sie mehr

29
Aug
2018
Avatar
Ulrike Janssen
Immobilienwirtschaftsrecht, Hotelrecht / München
E-Mail: ulrike.janssen@hoganlovells.com
Telefon: +49 89 290 12 0
» zur Autorenseite
Ulrike Janssen

Im Modegeschäft darf es weder zu kalt noch zu heiß sein

Gewerbemietrecht: Mangels vertraglicher Regelung entscheidet der vereinbarte Mietzweck über die geschuldeten Temperaturen im Mietgegenstand und damit ist im Einzelfall maßgeblich, was für diesen Mietzweck erforderlich und üblich ist. OLG Rostock, Urteil vom 17.05.2018 – 3 U 78/16

Der Fall

Der Mieter betreibt ein Modegeschäft und mindert die Miete wegen zu hoher (>26°C) und zu niedriger (<20°C) Temperaturen. Ein Sachverständiger bejaht erhebliche Mängel der Be- und Entlüftungsanlage aufgrund der Kombination von Planungs- und Ausführungsfehlern bei der Erstinstallation unter Missachtung der Raumnutzungsanforderungen. Die Anlage entspreche nicht den anerkannten Regeln der Technik. » Lesen Sie mehr

23
Mai
2018

OLG Köln: Pannenshow „Top Flops“ benötigt Rechte an einzelnen Clips

Im Fernsehen und gerade bei Live-Sendungen geht schon mal etwas schief! Die Missgeschicke finden sich dann schnell in sogenannten Pannenshows wieder. Eine solche ist die vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) produzierte Sendung „Top Flops“. Die Macher der Show waren dabei der Ansicht, keine Lizenzrechte an den einzelnen Video-Sequenzen erwerben zu müssen – und wurden prompt verklagt. Inhaltlich ging es dabei um Mitschnitte aus Sendungen, die auf Sendern der RTL-Gruppe ausgestrahlt worden waren. In zweiter Instanz hatte nun das Oberlandesgericht Köln über das Erfordernis, die Rechte an den einzelnen Sequenzen einzuholen, zu entscheiden (Urteil vom 20. April 2018 – Az. 6 U 116/17). Die Richter sprachen sich in ihrem Berufungsurteil für eine Lizenzpflicht aus und entschieden so zu Gunsten der Klägerin. » Lesen Sie mehr

2
Jan
2018

Bestseller-Paragraph: Kameramann von „Das Boot“ erhält € 588.000 als Nachvergütung

Erfolg zahlt sich aus. Auf diesem Motto basiert der sogenannte „Bestseller-Paragraph“ des deutschen Urheberrechts. Stehen die Vergütung des Urhebers und die mit dem geschaffenen Werk erzielten Erlöse in einem „auffälligen Missverhältnis“ zueinander, so kann der Urheber eine Nachvergütung in angemessener Höhe verlangen. Eine solche hat das Oberlandesgericht OLG München nun dem Kameramann des von Regisseur Wolfgang Petersen gedrehten Filmklassikers „Das Boot“ zugesprochen. Er erhält € 588.000. Damit haben die Richter ihm mit dem am am 21. Dezember 2017 verkündeten Urteil ein durchaus stattliches „Weihnachtsgeschenk“ bereitet (Az. 29 U 2619/16). Dem Kameramann wurde auch ein Anspruch auf künftige Beteiligung an den Nettoerlösen sowie eine Vergütung für künftige Ausstrahlungen im Fernsehen zugesprochen. » Lesen Sie mehr

29
Jun
2017

Erwerber kündigt Mietvertrag aufgrund Schriftformverstoßes…

 …trotz Kenntnis des Verstoßes vor Erwerb. Zu Recht – so das OLG Celle.

OLG Celle, Hinweisbeschluß vom 06.01.2017 – 2 U 101/16

Zusammenfassung:

Das OLG Celle hat mit Hinweisbeschluss vom 06.01.2017 entschieden, dass die ordentliche Kündigung eines Mietvertrages durch einen Erwerber des Mietobjekts aufgrund eines Schriftformverstoßes auch dann zulässig ist, wenn der Erwerber vor Erwerb des Mietobjektes über das Bestehen des Schriftformmangels durch den Mieter informiert wurde. Trotz der zutreffenden Information durch den Mieter, dass der Mietvertrag nicht alle getroffenen Vereinbarungen enthält, darf der Erwerber sich auf die Richtigkeit der im Mietvertrag niedergelegten Angaben verlassen. Insbesondere trifft ihn in diesem Fall weder eine Erkundigungspflicht noch handelt er rechtsmissbräuchlich. » Lesen Sie mehr