12
Nov
2018
Euro Muenzen

Endlich: Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen

Der Bundestag hat am 8. November 2018 die von der Restrukturierungsbranche ersehnte gesetzliche Regelung zur Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen endlich auf den Weg gebracht. Es wird erwartet, dass auch der Bundesrat in Kürze seine Zustimmung erteilt. » Lesen Sie mehr

6
Nov
2018
Medaillen

Evaluierung des ESUG – im Wesentlichen ganz erfolgreich!!?

Der frisch veröffentliche Bericht zur Evaluation des ESUG stellt fest, dass die durch das ESUG eingeführten Änderungen insgesamt positiv aufgenommen worden sind, aber an vielen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht. Sollte tatsächlich Anfang 2019 die EU-Restrukturierungsrichtlinie verabschiedet werden, hätte der Gesetzgeber die Möglichkeit in einem (großen) Wurf, die ESUG Regelungen zu verbessern und die Anforderungen der EU an ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren umzusetzen. Dabei hätte er die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Insolvenzordnung im weltweiten Vergleich weiter zu erhöhen. » Lesen Sie mehr

23
Feb
2018
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Kündigen in der Insolvenz – eine schwere Übung!

Ein Insolvenzverwalter kann sich nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit nicht auf die Wirksamkeit einer bereits ausgesprochenen Kündigung verlassen und das Ergebnis des Kündigungsschutzprozesses abwarten, sondern muss erneut kündigen, um die Entstehung von weiteren Ansprüchen des Arbeitnehmers als Neumasseverbindlichkeiten gemäß § 209 Abs. 2 Nr. 2 InsO zu verhindern (BAG v. 22. Februar 2018, 6 AZR 868/16). Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden und damit die Vorinstanzen bestätigt. » Lesen Sie mehr

26
Sep
2017
Euro Scheine

BAG bestätigt Insolvenzanfechtung von Lohn auf Raten

In der Insolvenz eines Unternehmens sehen sich auch dessen Arbeitnehmer Anfechtungsklagen des Insolvenzverwalters ausgesetzt. Ist die Anfechtungsklage erfolgreich, muss der Arbeitnehmer regelmäßig den Arbeitslohn der letzten drei Monate vor Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens an die Insolvenzmasse zurückzahlen. » Lesen Sie mehr

8
Mrz
2017
Ordner bunt

(Keine) Entreicherung bei Insolvenzanfechtung wegen unentgeltlicher Leistung

Mit Urteil vom 27. Oktober 2016 (Az.: IX ZR 160/14) hat der BGH die (hohen) Hürden bestätigt, die ein Anfechtungsgegner bewältigen muss, um sich erfolgreich auf Entreicherung nach § 143 Abs. 2 InsO berufen zu können.

In dem entschiedenen Fall erhielt die Anfechtungsgegnerin unentgeltliche Leistungen in Form von Spenden vom Schuldner. Spenden sind unentgeltliche Leistungen im Sinne des Insolvenzanfechtungsrechts und zwar auch dann, wenn sie an Religionsgemeinschaften erfolgen. Dies hatte der BGH bereits einige Monate zuvor klargestellt (BGH, Urt. v. 4.2.2016, Az.: IX ZR 77/15).

Der BGH traf im vorliegenden Fall keine wesentlich neuen Feststellungen zum Vorliegen (oder Nicht-Vorliegen) einer Entreicherung. Er nutzte aber die Chance, deutlich herauszuarbeiten, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Entreicherung durch “Tilgung bestehender Verbindlichkeiten” und/oder “Begründung neuer Verbindlichkeiten” anzunehmen. Dabei betonte er, dass es sich bei § 818 Abs. 3 BGB um eine rechtsvernichtende Einrede des Bereicherungsschuldners handelt und diesen daher die Darlegungs- und Beweislast trifft. Die Hürden, die der BGH in diesem Rahmen für die Erfüllung der Darlegungs- und Beweislast formuliert hat, dürften in vielen Fällen zu einem Scheitern des Entreicherungseinwands führen.

Insolvenzrechtlich dürfte die Entscheidung vor allem Auswirkungen auf Entreicherungseinreden der Empfänger von Scheingewinnen aus Schneeballsystemen haben. Scheingewinne wurden vom BGH als unentgeltliche Leistung eingeordnet und können so vom Insolvenzverwalter nach § 134 InsO angefochten werden (BGH, Urt. v. 18.7.2013, Az.: IX ZR 198/10; dazu ausführlich Ede/Hirte in Uhlenbruck, Kommentar zur Insolvenzordnung, § 134 InsO, Rdn. 129 ff.). Empfänger von Scheingewinnen sind nach der besprochenen Entscheidung des BGH nun gehalten, genauen Beweis bezüglich der kumulativen Voraussetzungen ihrer Entreicherung zu führen.

Für eine ausführlichere Besprechung der Entscheidung siehe Christine Borries (ehemals Ede), EWiR 2017, 81.

24
Feb
2017
Ordner bunt

Verjährungsbeginn von InsAnfechtungsansprüchen: Sorgfaltspflichten des InsVerwalters

Für die Frage der Verjährung von Insolvenzanfechtungsansprüchen hat der BGH mit Beschluss vom 15. Dezember 2016 (Az.: IX ZR 224/15) die Anforderungen an die Sorgfaltspflichten des Insolvenzverwalters bei der Ermittlung von Anfechtungsansprüchen präzisiert und die Mitwirkungspflichten des Verwalters bei der Aufklärung des Verjährungsbeginns bestätigt.  » Lesen Sie mehr