12
Jan
2021

EuGH: Geschützte Ursprungsbezeichnung kann mehr als nur den Namen schützen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) ist mit Urteil vom 17.12.2020 (Az. C-490/19) in einem Vorabentscheidungsverfahren zu dem Schluss gekommen, dass die geschützte Ursprungsbezeichnung eines Erzeugnisses nicht nur den eingetragenen Namen als solchen schütze. Gleiches gelte vielmehr auch für die Wiedergabe einer bestimmten Form oder eines bestimmten Erscheinungsbildes, das für das Erzeugnis unter dem geschützten Namen charakteristisch sei, wodurch eine unzulässige Irreführung des Verbrauchers begründet sein könne. » Lesen Sie mehr

16
Dez
2020

Filmreife Geschichte – Das Paramount-Urteil des EuGH (C‑132/19 P)

Settlements sind nicht nur in Kartellbußgeld-, sondern auch in Kartellverwaltungsverfahren ein immer wieder genutztes Mittel zur effizienten Verfahrensbeendigung. Die EU Kommission spart sich den Ressourcenaufwand für eine aufwändige Ausermittlung des Falls und auch für die betroffenen Unternehmen gibt es Vorteile: In Kartellverwaltungsverfahren können sie selbst Abhilfemaßnahmen vorschlagen und – das Plazet der Kommission vorausgesetzt – die sonst womöglich drohende Feststellung eines Kartellverstoßes relativ geräuschlos vermeiden. Für Aufsehen sorgte hier zuletzt der Fall Broadcom (AT.40608). Aber: nicht immer gibt’s ein „Happy End“. In einem aufsehenerregenden Urteil vom 9. Dezember 2020 hat der EuGH die Entscheidung der Vorinstanz kassiert und ein Settlement zwischen US-Filmstudio Paramount und der EU Kommission für nichtig erklärt – mit weitreichenden Implikationen nicht nur für die Parteien des Rechtsstreits.

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6
Okt
2020
Dr. Andreas Renck
Dr. Andreas Renck
Intellectual Property, Media, and Technology / Alicante
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Sarka Petivlasova
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Hat Messi vor den europäischen Gerichten eine Büchse der Pandora geöffnet?

Messi siegt nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch vor den europäischen Gerichten: Der Ruf des Fußballspielers schafft einen konzeptionellen Unterschied zwischen MESSI und MASSI, der den visuellen und phonetischen Ähnlichkeiten zwischen den Zeichen entgegenwirkt. Infolgedessen schloss der Gerichtshof jegliche Verwechslungsgefahr aus und erlaubte Messi, seinen Namen als Unionsmarke zu registrieren.

Urteil in den verknüpften Verfahren C-449/18 P EUIPO gegen Messi Cuccittini und C-474/18 P J.M.-E.V. e hijos (J.M.-E.V. und Söhne) gegen Messi Cuccittini vom 17. September 2020 (Messi) [1]

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23
Jul
2020
Dr. Christian Tinnefeld
Dr. Christian Tinnefeld
Datenschutz und Datensicherheit, IT-Recht, Internetrecht, Urheberrecht / Hamburg
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„Schrems II“-Urteil: Übersicht zu Positionierungen der Aufsichtsbehörden

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in der vergangenen Woche für einen Paukenschlag gesorgt, als er mit seiner „Schrems-II“ Entscheidung vom 16. Juli 2020 (Rechtssache C-311/18) den Privacy Shield-Beschluss für ungültig erklärt hat. Das Urteil wirft insbesondere mit Blick auf Datenübermittlungen in die USA eine Reihe von Fragen auf und stellt Unternehmen bei der Ausgestaltung ihrer internationalen Datentransfers vor erhebliche Herausforderungen. Da der EuGH die Aufsichtsbehörden berufen hat, die Einhaltung der vom EuGH festgestellten Grundsätze durchzusetzen, sollten Unternehmen die Positionierungen der Aufsichtsbehörden und öffentlichen Stellen beobachten. Wir helfen mit einem Überblick über die bereits veröffentlichten Behördenpositionen. » Lesen Sie mehr

16
Jul
2020

„Schrems II“ und die Auswirkungen auf den Beschäftigtendatenschutz

Jede Übermittlung von personenbezogenen Daten in Länder außerhalb der EU/ des EWR bedarf einer besonderen rechtlichen Absicherung. Bei der Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA konnten sich Unternehmen dazu bislang auf eine Zertifizierung nach dem „EU/US Privacy Shield“ des Datenempfängers stützen. Der Europäische Gerichtshof hat durch Urteil vom 16. Juli 2020 (C-311/18, „Schrems II“) diesen Mechanismus für unwirksam erklärt. Dies kann auch Auswirkungen auf die Übermittlung von Beschäftigtendaten haben.

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