30
Nov
2017

Cyberangriffe auf Hotelbetriebe

Die Hotelbranche gerät mehr und mehr ins Visier von – meist professionellen – Hackern. Die Hotelkette Hyatt wurde kürzlich bereits zum zweiten Mal Opfer eines Cyberangriffs, durch den sich Hacker Zugriff auf Kreditkartendaten von Kunden von 41 Hotels verschafften. Ein weiterer Angriff größeren Ausmaßes richtete sich gegen die Systeme des US-Unternehmens Sabre, dem Anbieter eines der meist genutzten elektronischen Buchungssysteme in der Hotelwirtschaft. Doch nicht nur die großen Player, sondern auch Einzelhotels sind gefährdet: Bei Angriffen auf ein bekanntes österreichisches Luxus-Hotel  gelang es Hackern Anfang des Jahres das Schlüsselkartensystem des Hotels unter Kontrolle zu bringen – erst nach Zahlung eines Lösegeldes gaben die Hacker die Daten wieder frei. Diese Beispiele zeigen, dass alle am Betrieb eines Hotels Beteiligten (Eigentümer, Betreiber, Manager, Franchisegeber und deren Dienstleister) betroffen sein können. » Lesen Sie mehr

29
Sep
2017

Das neue Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG)

Am 1. Oktober 2017 wird das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) in Kraft treten. Es handelt sich um eine der letzten Gesetzesinitiativen, welche die alte Bundesregierung noch eilige vor der Wahl durch das Parlament gebracht hat. Das neue Gesetz soll der Bekämpfung von Hate Speech und Fake News im Internet – genauer gesagt: in sozialen Netzwerken – dienen. Dies ist gut so! So begrüßenswert dieses Ziel auch allenthalben gesehen wird, formiert sich bereits jetzt nicht unerhebliche Kritik an der Gesetzesregelung. Diese möchten wir nachstehend etwas näher beleuchten. » Lesen Sie mehr

23
Jun
2017

Es geht um die Wurst – Kartellbußgeldverfahren nach der 9. GWB-Novelle

Mit den durch die 9. GWB-Novelle eingeführten Änderungen im Kartellordnungswidrigkeitenrecht beabsichtigt der Gesetzgeber eine Angleichung an das EU-Kartellrecht und weitet die Bußgeldhaftung erheblich aus.

Mit der 9. GWB-Novelle nimmt sich der Gesetzgeber erneut der Schließung der sog. „Wurstlücke“ an. Diese Sanktionslücke im deutschen Kartellordnungswidrigkeitenrecht verdankt ihren Namen dem Wurstfabrikanten Tönnies, der sich durch eine geschickte gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung seines Wurstimperiums einem durch das Bundeskartellamt verhängten Bußgeld in dreistelliger Millionenhöhe entziehen konnte. Die wesentlichen Vermögensgegenstände der kartellrechtlich verantwortlichen juristischen Personen wurden auf andere Konzernunternehmen übertragen und die kartellrechtlich verantwortlichen juristischen Personen erloschen. » Lesen Sie mehr

25
Okt
2016

Datenschutzbußgeld weil Unternehmen IT-Leiter zum Datenschutzbeauftragten bestellt

Der von der Aufsichtsbehörde für den Datenschutz entschiedene Fall

In einem bayerischen Unternehmen bekleidete der dortige „IT-Manager“ auch die Position des betrieblichen Datenschutzbeauftragten (DSB). Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (LDA) beanstandete diesen Umstand. Es hielt die exponierte Position eines IT-Managers für unvereinbar mit den Aufgaben eines DSB. Dies liefe nach Auffassung des LDA letztlich auf eine Datenschutzkontrolle eines maßgeblichen Funktionsträgers im Unternehmen durch sich selbst hinaus. Eine solche Selbstkontrolle widerspreche der Funktion eines DSB. Dieser soll gerade eine unabhängige Instanz sein, die im Unternehmen auf die Einhaltung des Datenschutzes hinwirkt. Diese Aufgabe könne der DSB nicht erfüllen, wenn er gleichzeitig maßgebliche operative Verantwortung für Datenverarbeitungsprogramm besitze.

Das LDA wies das Unternehmen auf diese Bedenken hin. Zudem forderte die Datenschutzbehörde das Unternehmen auf, einen DSB zu bestellen, der keine derartigen Interessenkollision unterliege. Das Unternehmen kam dieser Aufforderung über Monate hinweg nicht nach. Daraufhin verhängte das LDA gegen das Unternehmen eine Geldbuße. Die festgesetzte Geldbuße ist mittlerweile rechtskräftig. (PM v. 20.10.2016). » Lesen Sie mehr