4
Okt
2018
Kamera

OLG Stuttgart urteilt zu Bestseller-Paragraph – Das Boot

Der sogenannte „Bestseller“-Paragraph des deutschen Urheberrechts erfreut sich unter Künstlern und insbesondere Filmschaffenden großer Beliebtheit. Denn über § 32a UrhG besteht die Möglichkeit, bei Werken, an denen man mitgewirkt hat und die zu einem Kassenschlager geworden sind, auch im Nachhinein am finanziellen Erfolg zu partizipieren. Der Film „Das Boot“ aus dem Jahr 1981 ist ein solcher Bestseller.

Mit Urteil vom 26. September 2018 hat das Oberlandesgericht Stuttgart die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der ARD zur Zahlung einer angemessenen Nachvergütung an den Chef-Kameramann Jost Vacano von „Das Boot“ verurteilt (vgl. Pressemitteilung). Das Urteil lautet auf einen Betrag von über € 300.000. Erst im Dezember 2017 war es Vacano gelungen, vor dem Oberlandesgericht München eine Nachvergütung in Höhe von knapp € 600.000 durchzusetzen. Seinerzeit richtete sich der Anspruch gegen die Filmproduzentin Bavaria Film, den WDR und die einschlägige Videoverwertungsgesellschaft (vgl. hierzu unseren Blogbeitrag). » Lesen Sie mehr

13
Aug
2018
Gluehbirne

Entscheidung im Urheberrechtsstreit um Porsche-Design

Das Design des ersten Serien-Porsches ist weltberühmt. Auch die nachfolgenden Modellreihen orientieren sich bis heute mit großem Erfolg an der ursprünglichen Formgebung. Die Erbin des seinerzeitigen Porsche-Entwicklers Erwin Komenda hat nunmehr auf Zahlung eines urheberrechtlichen Fairness-Ausgleichs geklagt. Dies allerdings ohne Erfolg, denn das Landgericht Stuttgart sieht die Voraussetzungen des sogenannten „Bestseller“-Paragraphen § 32a UrhG für nicht gegeben an. Mit Urteil vom 26. Juli 2018 wurde die Klage abgewiesen. Die neuen Modellreihen stellen eine freie Benutzung im Sinne des § 24 Abs. 1 UrhG dar (Az. 17 O 1324/17) Die Pressemitteilung zu der Entscheidung wurde unlängst veröffentlicht. » Lesen Sie mehr

2
Jan
2018
Kamera

Bestseller-Paragraph: Kameramann von „Das Boot“ erhält € 588.000 als Nachvergütung

Erfolg zahlt sich aus. Auf diesem Motto basiert der sogenannte „Bestseller-Paragraph“ des deutschen Urheberrechts. Stehen die Vergütung des Urhebers und die mit dem geschaffenen Werk erzielten Erlöse in einem „auffälligen Missverhältnis“ zueinander, so kann der Urheber eine Nachvergütung in angemessener Höhe verlangen. Eine solche hat das Oberlandesgericht OLG München nun dem Kameramann des von Regisseur Wolfgang Petersen gedrehten Filmklassikers „Das Boot“ zugesprochen. Er erhält € 588.000. Damit haben die Richter ihm mit dem am am 21. Dezember 2017 verkündeten Urteil ein durchaus stattliches „Weihnachtsgeschenk“ bereitet (Az. 29 U 2619/16). Dem Kameramann wurde auch ein Anspruch auf künftige Beteiligung an den Nettoerlösen sowie eine Vergütung für künftige Ausstrahlungen im Fernsehen zugesprochen. » Lesen Sie mehr