12
Okt
2017
media forum

Das neue Wissenschaftsurheberrecht – Podiumsdiskussion

Das im September verkündete Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) zielt auf eine Bündelung und behutsame Erweiterung der schon bisher im Urheberrechtsgesetz (UrhG) enthaltenen Nutzungsrechte von Forschern, Lehrenden und Bildungseinrichtungen an geschützten Publikationen.

Die zähen Auseinandersetzungen um die Zugänglichmachung von Texten im Universitäts-Reader oder in und durch Bibliotheken sollen mit den gesetzlichen Lizenzen ein Ende haben. Dass die am Ende beschlossene Kompromissfassung den erbitterten Streit zwischen Verlagen und Wissenschaftsinstitutionen zu befrieden vermag, steht gleichwohl nicht zu erwarten. Was die einen schon für »offensichtlich verfassungswidrig« halten, geht den anderen lange nicht weit genug. Im Grundsätzlichen und im Detail werfen das neue — in seiner Geltung befristete —Wissenschaftsurheberrecht, aber auch die anstehende Reform der Unterrichtsschranke im Unions-Urheberrecht bedeutende Rechtsfragen auf, die wir im Rahmen der Podiumsdiskussion am 19. Oktober 2017 im Mainzer Medieninstitut diskutieren wollen.

  • Veranstalter: mainz media forum
  • Podiumsdiskussion:
    • Begrüßung: Prof. Dr. Dieter Dörr, Direktor des Mainzer Medieninstituts
    • Moderation: Prof. Dr. Matthias Cornils, Stellvertretender Direktor des Mainzer Medieninstituts
    • Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Alexander Peukert, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, insbesondere internationales Immaterialgüterrecht, und Dr. Nils Rauer, MJI, Partner der Sozietät Hogan Lovells International LLP, Frankfurt am Main, Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Urheber- und Wettbewerbsrecht
  • Ort: Johannes Gutenberg Universität Mainz, Jakob-Welder-Weg 9, 55128 Mainz, Hörsaal VII (Altes ReWi-Gebäude)
  • Datum & Uhrzeit: 19. Oktober 2017, 16:00 Uhr

12
Okt
2017
Kamera

Generalanwalt spricht sich für Rechtswidrigkeit von Cloud Recorder aus

Zeitversetzter Konsum von Fernsehprogrammen ist im Trend. Die digitalen Optionen der Speicherung und des späteren Abspielens von Filmen, Serien und Reportagen sind mannigfaltig. Diverse Dienstleister bieten hier attraktive Lösungen an. Doch nicht immer ist die Rechtmäßigkeit der Vervielfältigung und Speicherung der urheberrechtlich geschützten Werke einwandfrei geklärt. Denn nicht selten sind die Rechteinhaber nicht involviert und haben der Vervielfältigung daher nicht zugestimmt. Damit stellt sich die Frage, ob der Cloud Recorder sich auf gesetzliche Erlaubnistatbestände stützen lässt.

Aktuell befasst sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) wieder einmal mit einem Cloud Recorder und dessen Rechtskonformer. Jüngst hat der Generalanwalt seine Sicht auf die Dinge dargelegt. Seine Schlussanträge bieten Gelegenheit, sich den drängenden Fragen einmal näher zu widmen (vgl. Schlussanträge vom 7. September 2017, Rs. C‑265/16). » Lesen Sie mehr

6
Okt
2017
Uhr

Abstimmung über europäische Urheberrechtsreform erneut vertagt

Die Europäische Kommission möchte im Rahmen ihrer Strategie für einen Digitalen Binnenmarkt unter anderem auch das europäische Urheberrecht reformieren. Zu diesem Zweck hat sie eine Reihe von Gesetzesinitiativen ins Leben gerufen. Das Herzstück der Reform ist dabei ohne Zweifel der Entwurf für eine Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt (COM(2016 593 final). Dieser Entwurf wurde als Teil des sog. „Copyright Packages“ am 14. September 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem erleben wir eine bisweilen heftige Diskussion um die verschiedenen Bestandteile des Entwurfs. » Lesen Sie mehr

3
Okt
2017
Buch aufgeschlagen

Kalter Kaffee oder Hot Shit – brauchen Buchverlage jetzt ein Leistungsschutzrecht?

Podiumsdiskussion am 12. Oktober 2017 auf der Buchmesse Frankfurt

Ein Leistungsschutzrecht für Buchverleger: Überflüssig meinen die einen, überfällig meinen die anderen – und das nicht erst seit gestern. Die erloschen geglaubte Debatte um die Notwendigkeit eines Verlegerrechts aber hat der Bundesgerichtshof mit seiner VG-Wort-Entscheidung erneut befeuert. Die Fragen sind dabei heute aktueller denn je. Ist ein Verlegerrecht wirklich die richtige Antwort auf die Aufhebung der Verlegerbeteiligung? Oder verspricht ein Leistungsschutzrecht sogar Lösungen für die digitale Zukunft? Wie könnte ein eigenes Leistungsschutzrecht für Buchverlage aussehen? Und drängt die Zeit oder will gut Ding Weile haben?

Diskussionsteilnehmer:

  • Katharina Winter, Justiziarin S. Fischer Verlage,
  • Nina George, Schriftstellerin,
  • Jakob Meiner, Meiner Verlag,
  • Reiner Dresen, Random House,
  • Dr. Nils Rauer, Hogan Lovells Frankfurt,
  • Torsten Kutschke, Chefredakteur „Kommunikation & Recht“

Ort:

  • Buchmesse Frankfurt, Halle 4.2. C 96

Datum:

  • 12. Oktober 2017, 14:00 bis 15:00 Uhr

 

 

26
Sep
2017
Blockchain

Blockchain – Use Case Copyright

Im Zusammenhang mit der digitalen Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke macht der Begriff der „value gap“ seit geraumer Zeit die Runde. Dabei geht es um die Frage, ob Urheber und Rechteinhaber bei der Verwendung und Anzeige ihrer Werke auf Internetplattformen hinreichend an den dort erzielten Erlösen beteiligt werden. Die Europäische Kommission hat diesen Aspekt unlängst im Rahmen ihrer Strategie für einen Digitalen Binnenmarkt, genauer gesagt im Kontext ihres Entwurfs für eine Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt (COM(2016 593 final), aufgegriffen und ein schärferes Monitoring für bestimmte Plattformbetreiber gefordert. Ob dies so kommen wird, ist noch offen. Dass die Blockchain-Technologie Optionen für die Rückverfolgung der Lizenzkette bis hin zum Urheber und damit dessen Partizipation an den im Netz erzielten Einnahmen bietet, dürfte unbestreitbar sein. Die Frage ist nur, wo macht dies Sinn? » Lesen Sie mehr