31
Okt
2018

BVerfG: Einstweilige Verfügung ohne Abmahnung und Anhörung ist verfassungswidrig

Mit Beschluss vom 30. September 2018 (1 BvR 1783/17) hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass eine vom LG Köln in einer presserechtlichen Auseinandersetzung ohne vorherige Abmahnung und Anhörung der Beschwerdeführerin erlassene einstweilige Verfügung diese in ihrem grundrechtsgleichen Recht auf prozessuale Waffengleichheit aus Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 3 GG verletzt.

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24
Okt
2018

Verwechslungsgefahr bei überragender Bekanntheit prioritätsjüngerer Zeichen?

LG Hamburg: Die Kennzeichnungskraft des älteren Zeichens wird nicht durch die Bekanntheit des prioritätsjüngeren Zeichens gesteigert. Mit Urteil vom 22. März 2018 (327 O 325/15) hat das LG Hamburg die Verwechslungsgefahr zwischen zwei Zeichen verneint, von denen das prioritätsjüngere Zeichen überragende Bekanntheit genießt.  » Lesen Sie mehr

23
Okt
2018

„Tagesschau“ ist als Werktitel von hinreichender Unterscheidungskraft

Mit Urteil vom 1. März 2018 (3 U 167/15) hat das HansOLG Hamburg die Benutzung des Zeichens „Tagesumschau“ für ein Onlinenachrichtenportal untersagt. Der NDR klagte vor den Hamburger Gerichten gegen ein konkurrierendes digitales Nachrichtenportal mit dem Namen „Tagesumschau.de“ und berief sich dabei auf die Wortmarke „Tagesschau“. Das LG Hamburg gab dem NDR in erster Instanz Recht. » Lesen Sie mehr

18
Okt
2017

UPDATE: Zweite Chance für 3D-Marke von Ritter Sport nach BGH-Urteil?

Der BGH hat mit Urteilen vom 18. Oktober 2017 (Az. I ZB 105 /16 und I ZB 106) die Entscheidung des BPatG (Az. 25 W (pat) 78/14) zur 3D-Marke von Ritter Sport (siehe hierzu unseren Blogbeitrag vom 7. März 2017) aufgehoben und das Verfahren an das BPatG zurückverwiesen. » Lesen Sie mehr

20
Sep
2017

Immer wieder World of Warcraft – Bots auch wettbewerbswidrig

Einleitung

Der BGH hat sich in seinem Urteil vom 12. Januar 2017 (Az. I ZR 253/14) erneut mit den Bots der Bossland GmbH beschäftigen müssen. Er kam zu dem  Ergebnis, dass der Vertrieb der  Bots eine wettbewerbswidrige Behinderung darstelle und ihre Bewerbung unter Benutzung der Marken „WOW“ und „World of Warcraft“ auch die Markenrechte der Blizzard Entertainment Inc. verletze. In der Vergangenheit hatte der BGH bereits festgestellt, dass Bots Urheberrechte der Spieleentwickler verletzten, worüber wir in diesem Blog berichtet hatten. » Lesen Sie mehr