12
Jul
2017
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EU-DSGVO: Leitlinien der Art. 29-Datenschutzgruppe zum Datenschutz am Arbeitsplatz

Die Art. 29-Datenschutzgruppe gibt in einem kürzlich veröffentlichten Arbeitspapier Hilfestellungen zum Beschäftigtendatenschutz. Das interne Abstimmungsgremium der Datenschutzbehörden der EU beantwortet in dem Papier Fragen von Arbeitgebern, die auf neuen technischen Möglichkeiten zur Datenverarbeitung oder zur Überwachung von Arbeitnehmern sowie der baldigen Umsetzung der DSGVO beruhen.

Eine Zusammenfassung und Analyse der wichtigsten Folgen des Arbeitspapiers für die Praxis können Sie hier abrufen.

Den englischsprachigen Volltext der Stellungnahme finden sie hier.

29
Jun
2017
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Tim Wybitul
Tim Wybitul
Arbeitsrecht, Compliance / Frankfurt
E-Mail: tim.wybitul@hoganlovells.com
Telefon: +49 69 962 36 358
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Tim Wybitul

Erinnerung: Heute Workshop zur Umsetzung des neuen Beschäftigtendatenschutzes

wir laden Sie herzlich zu unserem nächsten Workshop zur Implementierung der DSGVO und des neuen BDSG ein. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Bundesverband der Datenschutzbeauftragten e.V. (BvD) am heutigen Donnerstag, dem 29.06.2017 in unserem Büro in Frankfurt mit einem spannenden Vortrag von RA Tim Wybitul zum neuen Beschäftigtendatenschutz nach § 26 BDSG ein.

Die Teilnahme an unserer Veranstaltung ist kostenlos. Die Anzahl der Plätze ist allerdings begrenzt, so dass wir Mandanten von Hogan Lovells und Mitglieder des BVD bevorzugt behandeln.

Weitere Einzelheiten und das Anmeldeformular finden Sie hier.

22
Jun
2017
EU-US

Digitaler Binnenmarkt: U.S. Mandanten diskutieren Auswirkungen für die USA

Anfang der Woche hat Hogan Lovells eine Diskussionsrunde in Washington D.C. zum Thema Digitaler Binnenmarkt in Europa veranstaltet. Trey Hanbury, Falk Schöning und Nils Rauer haben gemeinsam mit einem hochrangig besetzten Panel die Frage „Europe’s New Digital Single Market – Threat or Opportunity for the U.S.?“ debattiert. » Lesen Sie mehr

14
Jun
2017
Blogbeitrag_Arbeitsrecht

Rat verabschiedet Portabilitäts-Verordnung

Der digitale Binnenmarkt hat seine erste finale Verordnung. Sie betrifft die Portabilität von Online-Inhalten über nationale Grenzen hinweg. Am 8. Juni 2017 hat der Rat den Vorschlag der Kommission in der Fassung vom 18. Mai 2017 per Beschluss angenommen. Damit hat das Ringen um eine finale Formulierung der Verordnung zwischen den drei gesetzgebenden Institutionen Kommission, Parlament und Rat sein Ende gefunden. Die Verordnung wird zum Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. Bis dahin steht noch die formale Ratifizierung durch Parlament und Rat sowie die Veröffentlichung im Amtsblatt an. » Lesen Sie mehr

11
Jun
2017

Urheberrechtsschutz für Käsegeschmack? EuGH soll entscheiden

Dieser Frage wird sich schon bald der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens aus den Niederlanden widmen. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas merkwürdig klingt, kann jedoch von großer Bedeutung für den Anwendungsbereich des europäischen Urheberrechts sein und enorme Auswirkungen haben.

Hintergrund

Das aktuelle Vorabentscheidungsverfahren geht auf einen Rechtsstreit in den Niederlanden zurück. Der Kläger stellt sogenannten „Heks’nkaas“ her, einen Käseaufstrich mit Kräutern, der Beklagte dagegen „Witte Wievenkaas“. Dieser kommt dem Heks’nkaas geschmacklich sehr nahe. Dies behauptet jedenfalls der Kläger und beruft sich dabei unter anderem auf Urheberrecht. Genauer gesagt trägt der Kläger vor, der Geschmack sowie der Geruch seines Heks’nkaas sei hinreichend besonders, um Urheberrechtsschutz zu genießen. Das Kopieren des Geschmacks durch den Wettbewerber stelle daher eine Verletzung seiner Rechte dar.

In erster Instanz vor der Rechtbank Gelderland wurde die Klage abgewiesen (Az.: C/05/272772 HA ZA 14-603). Während sich das Urteil im Kern nicht auf Urheberrecht stützt, machten die Richter dennoch deutlich, dass aus ihrer Sicht ein Urheberrechtsschutz des Heks’nkaas eher unwahrscheinlich sei. Das Verfahren ging sodann in die Berufung. Der Gerechtshof Arnhem-Leeuwarden erachtete es nun für angezeigt, dem EuGH zwei Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen, und setzte das Verfahren daher vorerst aus.

Vorabentscheidungsfragen

Der Gerechtshof Arnhem-Leeuwarden möchte zum einen wissen, ob die InfoSoc-Richtlinie 2001/29 dem Grunde nach einen urheberrechtlichen Schutz für den Geschmack von Käse zulässt. Sollte diese Frage zu bejahen sein, geht die zweite Vorlagefrage dahin, welche Voraussetzungen für einen Schutz von Geschmack erfüllt sein müssen. Bisher sind die Fragen nur auf Holländisch veröffentlicht worden.

Kommentar

Dass Käse Urheberrechtsschutz genießen könnte, drängt sich einem nicht unmittelbar auf. Dennoch ist das niederländische Verfahren nicht das erste, welches sich mit der Frage befasst, ob die sensorische Wahrnehmung eines Produkts urheberrechtlich geschützt sein kann. In Frankreich wurde vor einigen Jahren ein Streit um den Schutz des Geruchs eines Parfums vor Gericht ausgetragen. Am Ende verneinten die dortigen Richter einen Solchen Schutz, dies allerdings ohne sich an den EuGH zu wenden.

Bemerkenswert ist, dass das europäische Urheberrecht keine einheitliche Definition des urheberrechtlich geschützten Werks kennt. Insbesondere findet sich keine solche Begriffsdefinition in der InfoSoc-Richtlinie. Das hat den EuGH jedoch auch in der Vergangenheit nicht davon abgehalten, zumindest punktuell zu entscheiden, was Urheberrechtsschutz genießen kann und was nicht. Erinnert sei etwa an die Infopaq-Entscheidung von 2009 zur Schutzfähigkeit von Textpassagen, die aus elf Wörtern bestehen. Wir dürfen daher interessante Ausführungen der Luxemburger Richter erwarten, wie es um den Urheberrechtsschutz geschmackliche Wahrnehmungen bestellt ist.