Dr. Lukas Ströbel

Dr. Lukas Ströbel

Datenschutzrecht / Frankfurt
13
Okt
2017
EU-US
Dr. Lukas Ströbel
Tim Wybitul
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& Tim Wybitul

Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer nach der DSGVO

Überblick und Checkliste für die Prüfung nach der DS-GVO

Die grenzüberschreitende Übermittlung von Daten ohne vorherige rechtliche Prüfung, ist bereits jetzt nach dem noch bis zum 24.5.2018 geltenden BDSG erheblichen Risiken ausgesetzt. Die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie des gleichzeitig in Kraft tretenden neuen BDSG (BDSG 2018) stellt Praktiker vor neue Herausforderungen. Die DSGVO vereinfacht zwar den Datenaustausch innerhalb der EU, indem sie einheitliche Mindestschutzanforderungen aufstellt. Für Datenübermittlungen in Drittländer stellen sich dagegen wichtige Fragen. Der folgende Beitrag beschreibt die ab dem 18.5.2018 geltenden Voraussetzungen für eine solche Datenübermittlung in Drittländer. Zudem zeigt der Lösungsansätze auf und gibt pragmatische Handlungsempfehlungen.

Der Beitrag enthält auch eine kurze Checkliste für die Prüfung der Zulässigkeit der Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer nach der DSGVO. Er erscheint im Novemberheft der Zeitschrift für Datenschutz (ZD). Wir veröffentlichen ihn hier im Volltext gratis mit freundlicher Genehmigung des Verlag C.H.Beck.

 

5
Okt
2017
Legal
Dr. Lukas Ströbel
& Dr. Wolf-Tassilo Böhm
Tim Wybitul
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& Tim Wybitul

BAG zu Keylogger: Urteilsgründe veröffentlicht – Leitlinien für zulässige Kontrollen

Bereits Ende Juli hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einer vielbeachteten Entscheidung festgestellt, dass der Einsatz eines Software-Keyloggers durch den Arbeitgeber rechtswidrig ist, wenn kein durch konkrete Tatsachen begründeter Verdacht einer Straftat oder anderen schwerwiegenden Pflichtverletzung besteht (2 AZR 681/16). Jetzt hat das BAG die vollständigen Urteilsgründe veröffentlicht, die Sie hier abrufen können. » Lesen Sie mehr

2
Sep
2017
Europa
Dr. Lukas Ströbel
Tim Wybitul
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DSGVO: Österreich verkündet Datenschutz-Anpassungsgesetz

Österreich verkündet Datenschutz-Anpassungsgesetz 2018 – neues Datenschutzgesetz jetzt abrufbar

Am 31. Juli 2017 wurde das neue österreichische Datenschutzgesetz (DSG) im Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich veröffentlicht. Damit passt nun auch Österreich sein Recht auf die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) an. Ähnlich wie das neue BDSG in Deutschland regeln die DSGVO und das neue DSG in Österreich ab dem 25. Mai 2018 Kernbereiche des Datenschutzes. Den vollständigen Gesetzestext des DSG können Sie hier abrufen.

Nachstehend finden Sie einen Überblick über einige praxisrelevante Regelungen:

  • Beschäftigtendatenschutz: Zum Datenschutz am Arbeitsplatz sieht § 11 DSG vor, dass die bisherige Regelung im Arbeitsverfassungsgesetz als Vorschrift im Sinne des Art. 88 DSGVO anzuwenden ist.
  • Verarbeitung von Daten über Straftaten: § 4 Abs. 3 DSG enthält eine für die Praxis äußerst relevante Regelung zur Verarbeitung personenbezogener Daten über Straftaten. Hier nutzt der österreichische Gesetzgeber eine in Art. 10 DSGVO angelegte Möglichkeit, um die weitgehende Einschränkung der Verarbeitung solcher Daten aufzulockern. In Österreich ist somit die Verarbeitung derartiger Daten auch ohne behördliche Aufsicht möglich, wenn sich dies aus gesetzlichen Sorgfaltspflichten ergibt oder wenn die Verarbeitung zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist. Durch diese Regelung ist es Unternehmen in Österreich auch künftig möglich, ihren umfassenden Verpflichtungen in Bezug auf Compliance-Maßnahmen datenschutzkonform nachzukommen.
  • Daten juristischer Personen: Bislang schützte das DSG in Österreich neben den Daten natürlicher Personen auch juristische Personen. Diese Besonderheit findet sich im neuen DSG nicht mehr.
  • Datenschutzbeauftragter: Das österreichische Umsetzungsgesetz sieht keine Sonderregelungen zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten vor. Entsprechend müssen Unternehmen in Österreich nur dann einen Datenschutzbeauftragen benennen, wenn sich dies aus Art. 37 DSGVO ergibt.

Das Gesetz wurde von vielen österreichischen Datenschutzexperten kritisch bewertet. Diese bemängeln beispielsweise, dass das Gesetz keine Möglichkeit zur Verbandsklage vorsehe (derartige Verbandsklagen sind in Deutschland beispielsweise im UKlaG enthalten). Insgesamt erscheint das österreichische Datenschutz-Anpassungsgesetz 2018 eine eher zurückhaltende Lösung zu sein. Viele Öffnungsklauseln hat der Gesetzgeber ungenutzt gelassen. Im Sinne des von der DSGVO verfolgten Harmonisierungsgedanken hat eine solche zurückhaltende Herangehensweise durchaus Vorteile.

17
Aug
2017
Legal
Dr. Lukas Ströbel
& Dr. Wolf-Tassilo Böhm

Ausschluss datenschutzwidrig durch den Betriebsrat erlangter Beweise

Verstößt der Betriebsrat beim Sammeln von Beweisen gegen geltendes Datenschutzrecht, führt dies – sofern keine Ausnahme vorliegt – zu einem Beweisverwertungsverbot vor den Arbeitsgerichten. Dies hatte das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg bereits am 15. Mai 2014 entschieden (Az. 18 TaBV 828/12 u.a.). Das Bundesarbeitsgericht sollte sich am 22. August 2017 mit der Rechtsbeschwerde des Betriebsrats gegen den Beschluss des LAG befassen (Az. 1 ABR 52/14). Nach einstimmiger Erledigterklärung durch die Parteien wurde der Anhörungstermin nunmehr aufgehoben. Auch ohne höchstrichterliche Entscheidung hat dieser Fall jedoch erhebliche Bedeutung für Betriebsräte und Unternehmen. » Lesen Sie mehr

27
Jul
2017
Bundesarbeitsgericht Erfurt
Dr. Lukas Ströbel
& Dr. Wolf-Tassilo Böhm

BAG zu Keylogger: Unwirksamkeit einer Compliance-Kündigung wegen Datenschutzverstoßes

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat sich heute in einem mit Spannung erwarteten Urteil mit der Kündigung eines Arbeitgebers wegen vermuteten Arbeitszeitbetrugs durch einen angestellten Web-Entwickler befasst (Urt. v. 27. Juli 2017 – 2 AZR 681/16). Der Arbeitgeber hatte eine sogenannte Keylogger-Software auf dem Dienst-PC des klagenden Arbeitnehmers installiert. Der Keylogger zeichnete dauerhaft sämtliche Tastatureingaben auf und erstellte regelmäßig Screenshots vom Bildschirm des Arbeitnehmers.

In dem Kündigungsschutzverfahren konnte der Arbeitgeber eine schwerwiegende Pflichtverletzung des Arbeitnehmers jedoch nicht nachweisen, weil das BAG die aufgezeichneten Log-Dateien als Beweismittel für unverwertbar erklärte. Der Arbeitgeber habe beim Einsatz des Keyloggers gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen, indem er “ins Blaue hinein” ermittelt habe. Die Maßnhame sei daher nicht nach § 32 Abs. 1 BDSG verhältnismäßig und zulässig. Im Ergebnis bestätigten die Erfurter Bundesrichter damit die Auffassung der Vorinstanz, wonach datenschutzwidrig ermittelte Beweise vor den Arbeitsgerichten in der Regel unverwertbar sind.

Der Einsatz eines Keyloggers ist für sich genommen nicht illegal. Zur Aufklärung von Compliance-Verstößen und anderen Verdachtsmomenten im Arbeitsumfeld wird die Verwendung eines Keyloggers allerdings nur in Ausnahmefällen verhältnismäßig und datenschutzrechtlich zulässig sein.

Die Pressemitteilung des BAG können Sie hier abrufen. Einen Beitrag von Wolf-Tassilo Böhm und Lukas Ströbel zu dem aktuellen BAG-Urteil im Legal Tribune Online mit weiteren Hintergrundinformationen finden Sie hier.