Christine Borries (geb. Ede), LL.M.

Christine Borries (geb. Ede), LL.M.

Restrukturierung und Insolvenzrecht / London/München
12
Nov
2018
Christine Borries (geb. Ede), LL.M.
Dr. Maximilian Baier
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& Dr. Maximilian Baier
Dr. Falk Loose
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Endlich: Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen

Der Bundestag hat am 8. November 2018 die von der Restrukturierungsbranche ersehnte gesetzliche Regelung zur Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen endlich auf den Weg gebracht.

Update: Am 23. November 2018 hat wie erwartet auch der Bundesrat zugestimmt (BR-Drs 559/18). » Lesen Sie mehr

6
Nov
2018
Christine Borries (geb. Ede), LL.M.
Dr. Maximilian Baier
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Evaluierung des ESUG – im Wesentlichen ganz erfolgreich!!?

Der frisch veröffentliche Bericht zur Evaluation des ESUG stellt fest, dass die durch das ESUG eingeführten Änderungen insgesamt positiv aufgenommen worden sind, aber an vielen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht. Sollte tatsächlich Anfang 2019 die EU-Restrukturierungsrichtlinie verabschiedet werden, hätte der Gesetzgeber die Möglichkeit in einem (großen) Wurf, die ESUG Regelungen zu verbessern und die Anforderungen der EU an ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren umzusetzen. Dabei hätte er die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Insolvenzordnung im weltweiten Vergleich weiter zu erhöhen. » Lesen Sie mehr

4
Jul
2017
Christine Borries (geb. Ede), LL.M.
Manuel Strelitz
Manuel Strelitz
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Gerichtsgebühren im Insolvenzverfahren: Standortnachteil München?

Der Wert der Insolvenzmasse ist Berechnungsgrundlage sowohl für die Vergütung des Insolvenzverwalters als auch die Gerichtsgebühr im Insolvenzverfahren. Obwohl die Regelungen hierzu gleich lauten, legt sie das OLG München unterschiedlich aus. Die Folge im aktuellen Fall ist eine knapp sechsfach höhere Bemessungsgrundlage zugunsten der Gerichtskasse. Die Mehrheit der Oberlandesgerichte teilt diese Sichtweise nicht. Damit begründet die Rechtsprechung des OLG München einen deutlichen Standortnachteil für Betriebsfortführungen im Insolvenzverfahren im Bezirk des Oberlandesgerichts München. Diese Rechtsprechung kann weiter gedacht dazu führen, dass der Verwalter bei einem margenschwachen Geschäft den Betrieb einstellen muss, um nicht durch die Begründung hoher Gerichtskosten die Bezahlung der sonstigen Masseverbindlichkeiten zu gefährden. » Lesen Sie mehr

8
Mrz
2017
Christine Borries (geb. Ede), LL.M.

(Keine) Entreicherung bei Insolvenzanfechtung wegen unentgeltlicher Leistung

Mit Urteil vom 27. Oktober 2016 (Az.: IX ZR 160/14) hat der BGH die (hohen) Hürden bestätigt, die ein Anfechtungsgegner bewältigen muss, um sich erfolgreich auf Entreicherung nach § 143 Abs. 2 InsO berufen zu können.

In dem entschiedenen Fall erhielt die Anfechtungsgegnerin unentgeltliche Leistungen in Form von Spenden vom Schuldner. Spenden sind unentgeltliche Leistungen im Sinne des Insolvenzanfechtungsrechts und zwar auch dann, wenn sie an Religionsgemeinschaften erfolgen. Dies hatte der BGH bereits einige Monate zuvor klargestellt (BGH, Urt. v. 4.2.2016, Az.: IX ZR 77/15).

Der BGH traf im vorliegenden Fall keine wesentlich neuen Feststellungen zum Vorliegen (oder Nicht-Vorliegen) einer Entreicherung. Er nutzte aber die Chance, deutlich herauszuarbeiten, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Entreicherung durch „Tilgung bestehender Verbindlichkeiten“ und/oder „Begründung neuer Verbindlichkeiten“ anzunehmen. Dabei betonte er, dass es sich bei § 818 Abs. 3 BGB um eine rechtsvernichtende Einrede des Bereicherungsschuldners handelt und diesen daher die Darlegungs- und Beweislast trifft. Die Hürden, die der BGH in diesem Rahmen für die Erfüllung der Darlegungs- und Beweislast formuliert hat, dürften in vielen Fällen zu einem Scheitern des Entreicherungseinwands führen.

Insolvenzrechtlich dürfte die Entscheidung vor allem Auswirkungen auf Entreicherungseinreden der Empfänger von Scheingewinnen aus Schneeballsystemen haben. Scheingewinne wurden vom BGH als unentgeltliche Leistung eingeordnet und können so vom Insolvenzverwalter nach § 134 InsO angefochten werden (BGH, Urt. v. 18.7.2013, Az.: IX ZR 198/10; dazu ausführlich Ede/Hirte in Uhlenbruck, Kommentar zur Insolvenzordnung, § 134 InsO, Rdn. 129 ff.). Empfänger von Scheingewinnen sind nach der besprochenen Entscheidung des BGH nun gehalten, genauen Beweis bezüglich der kumulativen Voraussetzungen ihrer Entreicherung zu führen.

Für eine ausführlichere Besprechung der Entscheidung siehe Christine Borries (ehemals Ede), EWiR 2017, 81.

27
Feb
2017
Christine Borries (geb. Ede), LL.M.
Dr. Heiko Tschauner
Dr. Heiko Tschauner
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& Dr. Heiko Tschauner
Dr. Maximilian Baier
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Künftig weniger Risiken durch Insolvenzanfechtung zum Wohl der deutschen Wirtschaft?

Bundestag beschließt Reform des Insolvenzanfechtungsrechts
Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 16. Februar 2017 doch noch die lange diskutierte Reform des Insolvenzanfechtungsrechts verabschiedet. Das Gesetz muss nun noch den Bundesrat passieren. » Lesen Sie mehr

24
Feb
2017
Christine Borries (geb. Ede), LL.M.
Dr. Maximilian Baier
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Verjährungsbeginn von InsAnfechtungsansprüchen: Sorgfaltspflichten des InsVerwalters

Für die Frage der Verjährung von Insolvenzanfechtungsansprüchen hat der BGH mit Beschluss vom 15. Dezember 2016 (Az.: IX ZR 224/15) die Anforderungen an die Sorgfaltspflichten des Insolvenzverwalters bei der Ermittlung von Anfechtungsansprüchen präzisiert und die Mitwirkungspflichten des Verwalters bei der Aufklärung des Verjährungsbeginns bestätigt.  » Lesen Sie mehr