28
Mai
2020

Corona-Steuerhilfegesetz – Kurzarbeitergeld-Zuschüsse, Corona-Boni, Entschädigungen

Heute, am 28. Mai 2020, wurde das Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet. Es enthält für Arbeitgeber und Arbeitnehmer wichtige Verbesserungen im Hinblick auf die Steuerfreiheit von Zuschüssen zum Kurzarbeitergeld, die Steuerfreiheit eines sog. Corona-Bonus und die Dauer für Entschädigungen bei Schul- und Kitaschließungen.

Steuerfreiheit von Zuschüssen zum Kurzarbeitergeld

Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld bis 80 % des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt sind steuerfrei (§ 3 Nr. 28a EStG). Diese Sonderregelung gilt für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 29. Februar 2020 beginnen und vor dem 1. Januar 2021 enden.

Steuerfreiheit für Corona-Bonus

Aufgrund der Corona-Krise in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewährte Beihilfen und Unterstützungen, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Dezember 2020 geleistet werden, sind bis zu einem Betrag von EUR 1.500,00 steuerfrei (sog. Corona-Bonus; § 3 Nr. 11a EStG).

Entschädigungen bei Schul- und Kitaschließungen

Die Dauer für Verdienstausfallentschädigungen wegen notwendiger Kinderbetreuung infolge coronabedingter Kita- und Schulschließungen (§ 56 Abs. 1a IfSG) wurde von sechs auf zehn Wochen und für Alleinerziehende sogar auf 20 Wochen verlängert. Die Regelung betrifft 3,9 Mio. Erwerbstätige, davon 622.000 Alleinerziehende und tritt rückwirkend zum 30. März 2020 in Kraft.

Die Entschädigung wird in Höhe von 67 % des Verdienstausfalls (Nettobasis), max. jedoch in Höhe von EUR 2.016,00 für den vollen Monat, gewährt. Diese Leistung ist befristet für den Zeitraum bis 31. Dezember 2020.

Die wesentlichen Voraussetzungen sind:

  • Kind vor Vollendung des 12. Lebensjahres oder Hilfsbedürftigkeit des Kindes infolge einer Behinderung
  • Notwendigkeit der Betreuung durch Sorgeberechtigten
  • keine Schul- oder Betriebsferien
  • keine vorrangigen Zeitguthaben
  • kein vorrangiger Urlaub
  • kein „zumutbares“ Home Office möglich

Der Arbeitgeber ist vorleistungspflichtig und muss die Entschädigung innerhalb von drei Monaten bei der zuständigen Gesundheitsbehörde beantragen. Übrigens kann diese Entschädigung zwischenzeitlich in den meisten Bundesländern auch online beantragt werden.