13
Mai
2020

Entschädigungen bei Quarantäne sowie Schul- und Kitaschließungen online beantragen

Neben der Entschädigung bei Quarantänemaßnahmen sieht das Infektionsschutzgesetz (IfSG) seit Kurzem auch eine Entschädigung für die Fälle vor, dass Mitarbeiter wegen notwendiger Kinderbetreuung infolge coronabedingter Kita- und Schulschließungen Verdienstausfälle erleiden (§ 56 Abs. 1a IfSG). Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen haben nun für viele Bundesländer die Möglichkeit geschaffen, die Anträge hierfür online zu stellen:

https://ifsg-online.de/index.html

Bravo! Das ist eine unbürokratische Lösung und stellt eine erhebliche Arbeitserleichterung dar. Es ist zu hoffen, dass die noch fehlenden Bundesländer kurzfristig folgen.

Die wesentlichen Voraussetzungen für die Entschädigung für Verdienstausfälle wegen notwendiger Kinderbetreuung infolge coronabedingter Kita- und Schulschließungen sind:

  • Kind, hat 12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder ist behindert und auf Hilfe angewiesen
  • Notwendigkeit der Betreuung durch Sorgeberechtigten
  • keine Ferienzeit
  • keine vorrangigen Zeitguthaben
  • kein vorrangiger Urlaub
  • kein „zumutbares“ Home Office möglich

Die Entschädigung wird für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen in Höhe von 67% des Verdienstausfalls (Nettobasis), max. EUR 2.016,00 für den vollen Monat, gewährt. Diese Leistung ist befristet für den Zeitraum bis 31. Dezember 2020.

Der Arbeitgeber ist vorleistungspflichtig und kann die Entschädigung – nun einfach online – innerhalb von drei Monaten bei der zuständigen Gesundheitsbehörde beantragen.