16
Dez
2019

Über die Grenze

In steuerlichen Betriebsprüfungen werden grenzüberschreitende Sachverhalte immer genauer untersucht. Vor allem die Transfer Pricing Regelungen, wonach Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen im Ausland fremdüblich sein müssen, stehen dabei im Fokus.

Durch grenzüberschreitende Arbeitsteilung, die steigende Bedeutung von immateriellen Wirtschaftsgütern und komplexe Lieferbeziehungen wird die steuerliche Gewinnabgrenzung in Konzernen zunehmend schwieriger. Der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung haben hierauf reagiert und in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen getroffen, um die Tätigkeit internationaler Konzerne in steuerlichen Betriebsprüfungen möglichst transparent zu machen. Dazu gehören, unter anderem, erweiterte Anforderungen an die Transfer-Pricing-Dokumentation, die Ausbildung von Fachprüfern für Auslandsbeziehungen und die immer engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Finanzbehörden.

Für die Unternehmen bedeutet dies einen hohen Compliance-Aufwand beim Abschluss konzerninterner Verträge, bei der Erstellung der Transfer-Pricing-Dokumentation und der Vorbereitung und Begleitung von steuerlichen Betriebsprüfungen. Zugleich steigen für die Unternehmen die steuerlichen Risiken, denn die Prüfung von grenzüberschreitenden Sachverhalten führt häufig zu signifikanten Steuernacherhebungen, zum Beispiel weil Einkommen hinzugeschätzt wird.

Mehr Informationen zu den gestiegenen Anforderungen für internationale Konzernunternehmen finden Sie hier im aktuellen DATEV magazin.