27
Feb
2017
Muenzen

Mehr Entgeltgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern – Wie geht es weiter?

Am 11. Januar 2017 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen – Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) – beschlossen (wir berichteten). Bundesrat und Bundestag haben sich inzwischen erstmalig am 10. und 16. Februar 2017 mit dem Gesetzentwurf befasst. Eine Anhörung im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundestags ist für den 6. März 2017 geplant. Bereits am 31. März 2017 soll der Bundestag den Gesetzentwurf verabschieden. Die abschließende Beratung im Bundesrat soll dann am 12. Mai 2017 erfolgen. Das Gesetz soll nunmehr bereits am 1. Juni 2017 in Kraft treten und nicht – wie ursprünglich geplant – am 1. Juli 2017.

Der Gesetzentwurf soll zu mehr Entgeltgerechtigkeit zwischen Männern und Frauen führen, indem er Beschäftigten einen individuellen Auskunftsanspruch über das Entgelt vergleichbarer Arbeitnehmer des anderen Geschlechts zuspricht, die Begriffe der gleichen und gleichwertigen Arbeit erstmals definiert, den Arbeitgeber auffordert, in regelmäßigen Abständen ein Verfahren zur Überprüfung und Herstellung von Entgeltgleichheit durchzuführen und ihm Berichtspflichten zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit auferlegt. Anders als ursprünglich geplant, wird das Entgelttransparenzgesetz in weiten Teilen nur noch größere Unternehmen mit in der Regel mehr als 200 Arbeitnehmern betreffen.

Einen Überblick über die geplanten Regelungen des Entgelttransparenzgesetzes, die Rolle des Betriebsrats und Schwachstellen des Gesetzentwurfs geben Ihnen Moritz Langemann und Felix Wilking in einem aktuellen Beitrags des Betriebs-Beraters (BB 2017, 501), den Sie mit freundlicher Genehmigung des Verlages hier exklusiv abrufen können.