14
Okt
2015

BIRKENSTOCK in AGG-Verfahren erneut mit Hogan Lovells erfolgreich

Viele Unternehmen sehen sich häufig Klagen von Bewerbern oder Beschäftigten wegen behaupteter oder tatsächlicher Verstöße gegen das Allgemeine Gleichberechtigungsgesetz ausgesetzt.

Aus prozessualer Sicht sind solche Verfahren für Arbeitgeber oft problematisch. Sobald die Kläger Indiztatsachen vortragen, die eine Diskriminierung auch nur vermuten lassen, muss der Arbeitgeber seine Unschuld beweisen. Andernfalls drohen Schadensersatzansprüche und zusätzliche Entschädigungen wegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen. Diese Beweiserleichterung für Kläger stellt Unternehmen vor Gericht nicht selten vor hohe Herausforderungen.

Als Gegengewicht für die Beweiserleichterung für Kläger gelten bei Ansprüchen nach dem AGG kurze Ausschlussfristen. Machen Kläger ihre Ansprüche nicht innerhalb von zwei Monaten geltend, nachdem sie von der Ungleichbehandlung erfahren haben, verfallen diese Ansprüche.  In AGG-Verfahren ist daher die Kenntnis von Indiztatsachen, die auf eine Diskriminierung hindeuten, oftmals ausgesprochen wichtig. So auch in akuellen Verfahren gegen den Schuhersteller BIRKENSTOCK. Hier war die Kenntnis der betroffenen Mitarbeiterinnen von unterschiedlichen Löhnen entscheidend. Das Arbeitsgericht Koblenz wies erneut AGG-Klagen mit Versäumnisurteilen ab.

Weitere Informationen zu den heutigen Verfahren vor dem Arbeitsgericht Koblenz finden Sie hier.

 

Verfasst von Tim Wybitul (aus der Sozietät ausgeschieden)