10
Sep
2015

BIRKENSTOCK gewinnt erneut AGG-Klagen mit Hogan Lovells

Das Arbeitsgericht Koblenz hatte gestern über die Klagen von Produktionsmitarbeiterinnen wegen Ungleichbehandlung in den Jahren vor 2013 zu entscheiden. Die Klägerinnen hatten Ansprüche wegen Verstößen gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auf Erstattung von Lohndifferenzen sowie zusätzliche Entschädigungszahlungen geltend gemacht. Im Vorfeld der Verhandlung hatten sich 24 Mitarbeiterinnen bereits außergerichtlich mit BIRKENSTOCK geeinigt und ihre Klagen daraufhin zurückgezogen. Das Arbeitsgericht Koblenz erlies nun erneut Versäumnisurteile, in denen es Klagen wegen unterschiedlichen Löhnen abwies. Bereits im Oktober letzten Jahres vertrat Hogan Lovells BIRKENSTOCK erfolgreich in AGG-Verfahren vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG). Das traditionsreiche Familienunternehmen ist einer der größten Arbeitgeber der deutschen Schuhindustrie. Es wird in einer Vielzahl von Verfahren von dem Hogan Lovells Arbeitsrechtspartner Tim Wybitul und seinem Team vertreten.

In den Verfahren ist die Frage entscheidend, ob die Klägerinnen von den Lohnunterschieden wussten. Gerade in AGG-Verfahren ist die Kenntnis von einer Ungleichbehandlung oft der ausschlaggebende Faktor. Denn hieran knüpfen sich Ausschluss- und Verjährungsfristen nach § 15 Abs. 4 AGG und nach § 199 BGB.

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Verfasst von Tim Wybitul und Dr. Wolf-Tassilo Böhm (sind aus der Sozietät ausgeschieden)